Traumadiagnostik und -therapie bei Menschen mit Störung der Intellektuellen Entwicklung (SIE)

Mit Dipl.Psych., Dr.rer.nat. Birgit Mayer

 

Menschen mit einer Störung der Intellektuellen Entwicklung (SIE) erleben häufiger als Menschen ohne Entwicklungsstörungen traumatische Ereignisse. Die Wahrscheinlichkeit, eine Traumafolgestörung zu entwickeln, ist bei Ihnen erhöht.  Ein Hindernis, sie in der Regelversorgung zu begleiten, ist teilweise die Unsicherheit, aber auch die fehlende Erfahrung von Therapeutinnen und Therapeuten mit dieser Klientel.
In diesem online Seminar werden mögliche und notwendige Anpassungen in der Therapie besprochen, die Nutzung von «Leichter Sprache» wird erläutert, ebenso wie der evtl. unterstützende Einsatz von Piktogrammen. Diagnoseinstrumente in «Leichter Sprache» und indirekte Möglichkeiten zumindest Verdachtsdiagnosen zu erstellen, wenn die direkte Kommunikation mit Klientinnen und Klienten erschwert ist, werden vorgestellt. Anhand von Fallbeispielen wird aufgezeigt, hinter welchen Symptombildern sich (k)PTBS bei Menschen mit SIE verstecken kann. Gute Praxis-Erfahrungen gibt es beim Einsatz von EMDR oder NET, auch wenn dies bisher nur in kleinen Studien belegt wurde. Grundzüge der Traumapädagogik werden kurz anhand von Beispielen aufgezeigt. Die Relevanz detaillierter Entwicklungsprofile wie z.B. dem BEP-KI-k (Befindlichkeitsorientiertes Entwicklungsprofil für normalbegabte Kinder und geistige behinderte Erwachsene), wird erläutert. Dadurch werden passgenaue traumapädagogische Begleithinweise für den Alltag ermöglicht, wenn eine «klassische» Traumatherapie aufgrund der Schwere der Beeinträchtigung nicht möglich ist.

Zielgruppe

Approbierte psychologische und
ärztliche Psychotherapeut:innen sowie psychologische Psychotherapeut:innen und Assistenzärzt:innen in fortgeschrittener Ausbildung. Die Teilnahme steht weiteren Berufsgruppen auf Nachfrage offen.

 

Kursgebühr

Pro Modul
(8 UE): 240 Euro

 

 

Zeit und Ort

Wann: 26.09.2026

Wo: Online Über Zoom

zur Anmeldung

 

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