Intimität und Sexualität im Netz

Mit Dr. Melanie Büttner

 

Intimität, Sexualität und Gewalt im Netz

Porno, Sexting, Online-Dating und Social Media – für viele fester Bestandteil des Alltags. Erwachsene und Jugendliche, aber auch Kinder begegnen dabei – manchmal absichtlich, manchmal ungewollt – expliziten sexuellen Inhalten. Einige konsumieren gezielt, andere treten aktiv mit Menschen in Kontakt. Das Internet bietet neue Räume für Lust, Erkundung und Begegnung – aber auch für Unsicherheiten, Grenzüberschreitungen und Abhängigkeiten.

Was macht das mit uns? Sexuelle Inhalte im Netz prägen Identität, Selbstwert, Körperbild und Beziehungsfähigkeit – mal bereichernd, mal verunsichernd. Während manche Inspiration und Befreiung erleben, verlieren sich andere in endlosen Klicks und Dopaminkicks, entwickeln problematische Konsummuster oder geraten in schädliche Dynamiken. Nicht selten führt eine ungünstige Internetnutzung zu psychischer Belastung, Beziehungsproblemen, sexuellen Störungen oder Gewalterfahrungen – mit Folgen für sich selbst und andere.

Doch was bedeutet das für die Psychotherapie? Wie können wir Menschen unterstützen, die sich in digitalen sexuellen Welten verloren fühlen? Wie begleiten wir sie dabei, ihre Sexualität bewusst, selbstbestimmt und erfüllend zu gestalten? Und wie schaffen wir einen Raum, in dem Unsicherheit, Scham und Überforderung Platz haben – ohne zu verurteilen?

Sie erfahren …

  • welche Chancen und Risiken Online-Dating und Pornografie für Beziehungen und Sexualität mit sich bringen – zwischen Lustgewinn, Selbstbestimmung und möglichen Herausforderungen.
  • wie sich die zwanghafte Störung des sexuellen Verhaltens („Sexsucht“) äußert und welche Auswirkungen sie auf Betroffene und ihre Beziehungen hat.
  • welche Formen digitaler Gewalt existieren und wie sie sich auf das psychische Wohlbefinden und die sexuelle Selbstbestimmung auswirken.
  • wie man sich vor unangenehmen Erfahrungen und Gefahren im Netz besser schützen kann – sei es durch bewusste Nutzung oder gezielte Prävention.
  • wie Therapie und Beratung Menschen unterstützen können, die mit internetbezogenen Problemen kämpfen – von exzessivem Pornokonsum bis hin zu problematischem Online-Dating.

 

Zielgruppe

Approbierte psychologische und
ärztliche Psychotherapeut:innen sowie psychologische Psychotherapeut:innen und Assistenzärzt:innen in fortgeschrittener Ausbildung. Die Teilnahme steht weiteren Berufsgruppen auf Nachfrage offen.

 

Kursgebühr

Kosten:

(8UE): 240Euro

Zur Anmeldung

Zeit und Ort

Wann: Start am 27.11.2026

Uhrzeit: 9:00-17:00 Uhr

Wo: Online über Zoom

 

 

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