Fortbildung • Schulung • Supervision

1. Teilnahmevoraussetzungen

Prinzipiell bestehen für Seminare im ZEP keine besonderen Teilnahmevoraussetzungen. Bitte beachten Sie jedoch die Voraussetzungen für den Erwerb der Zertifikate bei den folgenden Curricula.

1.1 Curriculum „Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT)“

Die Teilnahme ist für Angehörige aller Berufsgruppen prinzipiell möglich. Um das Curriculum mit dem Zertifikat „Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT)“ abschließen zu können müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Approbation als Psychologische/r Psychotherapeut/in bzw. Approbation als Ärztin/Arzt und Facharztqualifikation für Psychiatrie und Psychotherapie oder Psychotherapeutische Medizin/Psychosomatische Medizin oder Zusatzbezeichnung Psychotherapie.
  • Die Teilnahme am gesamten Curriculum (128 UE; bereits absolvierte Module anderer zertifizierter Institute können anerkannt werden), sowie 20 UE Supervision. Die Supervision wird durch das ZEP angeboten, kann aber auch extern absolviert werden (im Falle externer Supervision s. auch 2.1).
  • Sechs supervidierte (mind. 20 UE, s. letzter Punkt) und dokumentierte Behandlungsfälle (Kurzfassung) mit unterschiedlichen Störungsbildern (mind. 50 Stunden: Vollbild PTBS, komplexe Traumatisierung u.a. nach Kindheitstrauma und wenn möglich Akuttraumatisierung).
  • Mitgliedschaft in der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT; www.degpt.de).

1.2 Curriculum „Traumapädagogik /Traumazentrierte Fachberatung DeGPT/Fachverband Traumapädagogik“

Die Teilnahme ist für Angehörige aller Berufsgruppen prinzipiell möglich. Um das Curriculum mit dem Zertifikat „Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung (DeGPT/Fachverband Traumapädagogik)“ abschließen zu können müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Abgeschlossene Berufsausbildung (Fachschulen) sozialadministrativer, erzieherischer oder pflegerischer Berufe (insbesondere ErzieherIn, Pflegefachkraft, ErgotherapeutIn, LogopädIn) oder (Fach-)HochschulabsolventInnen mit psychologischen, pädagogischen und verwandten Abschlüssen teilnehmen, z.B. Dipl.-PsychologInnen und ÄrztInnen ohne psychotherapeutische Approbation, Dipl.-PädagogInnen, Dipl.-SozialarbeiterInnen und Dipl.-SozialpädagogInnen, Dipl.-HeilpädagogInnen, Beratungslehrer-Innen, Dipl.-TheologInnen, Dipl.-SoziologInnen, oder analoge Abschlüsse (BA, MA).
  • Die Teilnahme am gesamten Curriculum (152 UE; bereits absolvierte Module anderer zertifizierter Institute können anerkannt werden).
  • Mindestens dreijährige Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld.
  • Voraussetzungen für das Zertifikat bei Einfachabschluss:
    • Voraussetzung für die Zertifizierung ist eine Projektvorstellung und eine anonymisierte Fallvorstellung (beides jeweils mündlich und schriftlich).
    • Die schriftliche Dokumentation der Fallvorstellungen und Projekte ist entlang eines von den Instituten vorgegebenen Schemas vorzunehmen.
    • Die Fallvorstellung und das Projekt der KandidatInnen sind durch ein Originaldokument zu belegen (z. B. Video- oder Tonbandaufnahme, Zeichnungen, Tagebuchnotizen o. Ä. der KlientInnen).

    bei Doppelabschluss:

    Identisch mit Einfachabschluss, aber: Als Voraussetzung für die Zertifizierung kann in diesem Fall das Projekt für den zweiten Schwerpunkt entfallen. Es muss jedoch eine umfangreiche Falldarstellung angefertigt werden, die dem Setting des zusätzlichen Weiterbildungsschwerpunktes entspricht (ebenfalls schriftlich und mündlich entlang eines Schemas und durch Originaldokumente belegt).

2. Gebühren und Anmeldung

Teilnehmer werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen aufgenommen.
 Wenn noch Plätze verfügbar sind erhalten Sie eine Bestätigung, dass ein Platz verbindlich für Sie reserviert wurde. Zudem erhalten Sie eine Rechnung über die Veranstaltungsgebühr, die innerhalb von 4 Wochen, spätestens jedoch vor dem ersten Seminartag zu begleichen ist. Die fristgerechte Bezahlung der Gebühr ist die Voraussetzung für einen gesicherten Platz. Curricula sollen als Ganzes gebucht werden. Auf Rückfrage besteht die Möglichkeit einzelne Kursteile zu belegen. Für Curricula gelten die folgenden Zahlungsmodalitäten.

2.1 Curriculum „Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT)“

Die Gebühr für das Gesamtcurriculum (excl. Supervision, incl. Abschlusskolloquium) beträgt 2390,– €. Die erste Hälfte der Kursgebühr wird bei Anmeldung fällig, die zweite Hälfte nach dem 4. Seminarwochenende. Abweichende Wünsche bezüglich der Ratenhöhe und der Zahlungszeitpunkte können bei Bedarf schriftlich vereinbart werden. Für den Erwerb des Zertifikats sind 20 UE Supervision notwendig, die bei einer/-m der Supervisoren/-innen des ZEP oder bei externen Supervisoren/-innen absolviert werden können. Externe Supervisoren/-innen müssen über Qualifikationen im Bereich der Psychotraumatologie verfügen, die Entscheidung über ihre Anerkennung bleibt dem ZEP vorbehalten.

2.2 Curriculum „Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung DeGPT/BAG“

Die Gebühr für das Gesamtcurriculum beträgt 2700,– €, bei Doppelabschluss 3270,– €. Es ist eine Zahlung in sechs Raten vorgesehen (à 450,– €), bei Doppelabschluss in sieben Raten. Abweichende Wünsche bezüglich der Ratenhöhe und der Zahlungszeitpunkte können bei Bedarf schriftlich vereinbart werden.

3. Rücktrittsbedingungen

Bis sechs Wochen vor Beginn der Veranstaltung (bei Curricula: Bis sechs Wochen vor Beginn des ersten Seminars) können Sie kostenfrei von allen Veranstaltungen zurück treten. Danach bis 30 Tage vor Beginn berechnen wir 10% der gesamten Teilnahmegebühren für die gebuchte/n Seminare bzw. Curricula. Wenn Sie zwischen 30 und 10 Tagen vor Beginn zurücktreten wird die Hälfte der gesamten Teilnahmegebühren berechnet. Danach ist eine Erstattung leider nicht mehr möglich. Geeignete Ersatzteilnehmer/innen können benannt werden. Die Kosten für nicht oder nur teilweise besuchte Kurstage bzw. Curricula können nicht zurückerstattet werden, aber es besteht nach Absprache die Möglichkeit verpasste Kurstage nachzuholen. Laufende Curricula können mit einem Vorlauf von 6 Wochen zum nächsten Veranstaltungstermin storniert werden. Darüber hinaus gelten die gesetzlichen Bestimmungen zur außerordentlichen (fristlosen) Kündigung aus wichtigem Grund.

4. Absage durch den Veranstalter

Wir müssen uns vorbehalten, Veranstaltungen bei zu geringer Teilnehmerzahl oder Ausfall von DozentInnen spätestens drei Wochen vor Beginn abzusagen. Dies betrifft auch Curricula, so dass ein Nachholen etwaiger Fehltermine in diesem Fall erst in einem der darauf folgenden Curricula möglich ist. Auch die Absage einzelner Seminare wegen Ausfall von Referenten/innen oder der Einsatz von geeigneten Ersatzreferenten/innen müssen vorbehalten bleiben. Bei Absage einzelner Seminare bemühen wir uns Ihnen Ersatztermine anzubieten. Alternativ oder falls Ihnen diese nicht zusagen sollten erstatten wir die Seminargebühr in voller Höhe zurück. In Bezug auf Supervisionstermine müssen wir uns eine Absage bis eine Woche vor dem Termin vorbehalten, soweit weniger als drei Anmeldungen vorliegen. Weitergehende Forderungen, wie z.B. Reisekosten, sind im Falle von Absagen grundsätzlich ausgeschlossen. Die Aufbaucurricula des Curriculums Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung werden ab einer Mindestteilnehmerzahl von 6 Teilnehmern/innen angeboten.

5. Besondere Regelungen bei Veranstaltungen mithilfe von Konferenz-Software

Bitte machen Sie sich vor der Nutzung von Konferenz-Software (z.B. Zoom) im Rahmen unserer Seminar-Veranstaltungen mit den Angaben zur Sicherheit und zum Datenschutz des jeweiligen Anbieters vertraut (z.B. https://zoom.us/de-de/security.html), auch da nicht zwangsläufig um Ende-Zu-Ende Verschlüsselung gewährleistet ist. Das ZEP kann generell selbst keinerlei Haftung für etwaige Datenschutz- oder Sicherheitsprobleme übernehmen, die mit der Nutzung der Software verbunden sein könnten.

Weiter weisen wir Sie darauf hin, dass das Anfertigen von Aufnahmen jeder Art (Audio, Video oder andere) während den Veranstaltungen aus Datenschutzgründen untersagt ist und Sie sich mit Ihrer Teilnahme damit einverstanden erklären diese zu unterlassen.

Curriculum Psychosoziale Prozessbegleitung
Betroffene von Straftaten können während des Verfahrens die Unterstützung von ProzessbegleiterInnen in Anspruch zu nehmen, die für ihre Tätigkeit von der Justiz vergütet werden.
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Sexuelle und körperliche Gewalt kann zu Folgen führen, die spezielle therapeutische Strategien erfordern. Das Therapieprogramm „STAIR/NT“ von Marylène Cloitre integriert evidenzbasierte Ansätze in einem phasenorientierten Vorgehen. => Mehr...
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